GPS

22.9.01

Nachdem ich jahrelang meinen USR Pilot 5000 (ohne “Palm” ;-) in Benutzung hatte, war mir ein IBM Workpad aka Palm IIIx zugefleucht, dabei war ein Rand MacNally GPS-Aufsteckempfänger. Nach einiger Herumspielerei kaufte ich mir Digi-Map von Harald Körtge. Im Auto war die kurze Laufzeit aus dem eingebauten Akku mit dem Stromversorgungskabel ab Zigarettenanzünder bzw. Bananenbuchsen (für den Modellbaulader, 6 mm²-Kabel ;-) ja nicht so ein Problem, aber beim Mopped oder gar dem Fahrrad hätte ich schon gern etwas mehr Autarkie.

Im IN fand ich (noch ?) nichts dazu, als fing ich selbst an zu suchen und zu messen.

So sieht das Ding von innen aus. Der dunkle Klotz ist der Akku, ich habe ihn ausgelötet und vermessen: es ist ein einzelliger Lithium-Ionenakku mit 3.6V Nennspannung. Das war noch nicht so schwierig, denn es stand auf der Unterseite drauf ;-) Als Kapazität konnte ich knapp 600 mAh bei Entladung mit 1A entnehmen. Der weiße Strich im Diagramm verdeutlicht nur den Herausschnitt der Zeit. Der Spannungsverlauf ist gelb, der Strom blau.

Patrick Kubans ganz private Seite ;-)

Bilder sind meist anklickbar

Die Stromaufnahme des Empfängers beträgt beachtliche 185 mA, vielleicht kann mir ja mal einer sagen, warum das so sein muß. Auch die Garmins&Co haben keine so beeindruckenden Betriebszeiten. Die Schnittstelle scheint bis auf die Daten nicht zusätzlich belastet zu werden, was ich daraus schließe, daß meine Akkus im Palm nicht auffallend schnell leer werden, auch wenn das Ding einen ganzen Tag lang läuft. Also resultieren für den Empfänger etwa drei Stunden Betriebszeit. Soweit hätte man das ja noch einfach ausprobieren können ....

Nun möchte ich das aber länger haben und muß dafür wissen, was ich an Stromversorgung dranpicken kann. Das einfachste wäre ein irgendwie gearteter Akku mit 12V, der an den Eingang gehängt wird. Bei internen 7.2 oder 9.6V hätte ich das wohl auch so gemacht, aber hier ergibt sich ja eine Spannungsdifferenz von 8.4V nominal und guten 10V im realen Fahrzeugbetrieb. Das ist mir zu heftig, obwohl da vielleicht glatt ein Schaltregler drinsitzen könnte, worauf ich aber leider nicht geachtet habe. Wesentlich eleganter ist es, nur drei statt zehn NiCD- bzw besser NiMH-Zellen hinterherzusetzen. Ich habe mal drei Mignonakkus mit Plastilin dorthin geheftet, wo es mir sinnvoll erscheint.

Vorteil: Man kann den dazugehörigen Saugnapfhalter verwenden, dafür steht es weit nach hinten heraus, nicht sonderlich elegant. Da der Halter ja nur für glatten Flächen geht, wird er also an der Windschutzscheibe eines Autos sein, am Tank oder der Verkleidung eines Motorrades wäre er mir zu exponiert.

Hier habe ich meine Akkus auf den Gips geklebt, der das Modell für einen richtigen Halter aus Glas-Kohlefaser ist (Dafür muß ich mir jetzt extra Glasfaser besorgen, wo ich doch über 10 qm Kohle in verschiedenen Qualitäten bei mir liegen habe. Aber die taugt halt gut als Abschirmung der Antenne ... ). Da kommen dann richtige Befestigungsgewinde rein, daß ich mich damit auch wieder auf’s Motorrad trauen kann. Hier ist die Rückseite durch die einlagige Anbringung flacher, die Zellen stehen nicht über die Antenne hinüber.

Ich werde mir eine kleine Buchse suchen, die ich in das Gehäuserückteil des GPS’ einlasse, und den Akkupack als fest vergossenes kompaktes Teil mit einer Spange aufstecken. Laden muß ich ihn separat, denn die 4.2V konstante Ladespannung für den Li-Ion-Akku reichen dem NiMH nicht. Ich werde auch vorab noch messen, ob die Spannung eines frisch geladenen Dreier-Akkupacks für einen ebenfalls geladenen Li-Ion nicht zu kritisch ist, denn schließlich war das zu Anfang der Einsatzes solcher Akkutechnologie gelegentlich ein Problem, weil der Akku höhere Spannungen sehr übel nimmt und mächtig Wärme bis zum Brand produziert. Alternativ wäre der Einsatz eines Li-Ion-Handyakkus denkbar, z.B. der vom Nokia 51xx, der mir bis zu 1300 mAh bekannt ist, er kostet etwa 50.-. Dabei kann man die Akkus einfach parallelschalten und hat die dreifache Einsatzzeit. Übrigens auch Ladezeit am 12V-Autokabel ... Mignons kenne ich derzeit bis zu 1800 mAh, das ergäbe die vierfache Zeit, kosten sechs bis sieben Mark pro Stück. Durch die separate Ladung hat man die Möglichkeit, sie notfalls auch in einer halben Stunde vollzupumpen. Wer allerdings dazu in der Lage ist, ohne die Akkus zu himmeln, braucht diese Seite hier nicht  ;-)

Natürlich rate ich von solchen Basteleien dringend ab, es verwirkt die Garantie, die Funktionssicherheit, das gute Verhältnis zu Stadtverwaltung und Finanzamt und was weiß ich noch alles. Das hier sind nur die verworrenen Gedanken eines Gelangweilten ...

Mal sehen, was tatsächlich dabei herauskommt, und vor allem auch: wann? ;-)

12.12.2001

Es wurde die Idee an mich herangetragen, daß man den McDo^h^h^nally auch als separaten GPS-Empfänger verwenden könne, aber wie kommt man zuverlässig an die Kontakte heran, ohne den Einsatz im ursprünglichen Sinn unmöglich zu machen? Einen Palm III auszuweiden dürfte heute noch als blasphemischer Overkill erscheinen, also habe ich mal ein Denkmuster gemacht. Dies hier besteht nur aus 4mm starkem Polsterschaum, aber soll dann natürlich etwas stabiler und dauerhafter sein, ich denke dabei an 3mm ABS, weil sich das einerseits zum Einsetzen elastisch biegen, andererseits auch kleben läßt, denn der elektrische Abgriff wird mit einem Stückchen Streifenleiterplatine geschehen. Man könnte die Platine auch anschrauben und das Anschlußkabel einfach durch zwei Löcher als Führung und Zugentlastung leiten, dann könnte der Haltestreifen auch aus PE sein. Das hat zwei Vorteile: es ist durch Biegen kaum zerstörbar, es ist in verschiedenen Härtegraden erhältlich, und ich habe mehrere Quadratmeter davon in verschiedenen Stärken, Farben und Qualitäten ;-)

Auf dem linken Bild habe ich ein gerade herumliegendes Stück Blech als symbolische Kontaktleiste aufgelegt. Die Bilder sind 85 bzw. 90 KB groß.

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