Modellbau

Mein Vater ist dran schuld: er brachte mir ‘67 einen Gummimotorflieger mit, eine Cessna Bird Dog von Graupner. Bemerkenswert war die Erstellung des Profils aus dem Balsabrett: Raupen aus Weißleim auf die Unterseite auftragen, die sich bei Trockung zusammenziehen und so das Brett krümmen ;-)

Ein Bild aus dem damaligen Prospekt:

Nach diversen Kleinen Uhus u.ä. habe ich mir dann im Sommer ‘75 mit zweimal Geburtstag, einmal Weihnachten und vielem Laufen über den Golfplatz als Caddy eine Fernsteuerung gekauft, eine Microprop 6K-Eigenbauanlage mit vorerst einem “Microservo”, so groß wie die heutigen Noch-Standardservos. Akkus waren allerdings nicht dabei, da reichte das Geld nicht. Das dauernde Kaufen neuer Batterien war’s allerdings auch nicht so, zumindest der Empfängerakku mit Titan-Glühbirnenlader folgte bald nach. Den Lader habe und verwende ich heute noch, ich mußte bislang in 27 Jahren ein (1!) Glühbirnchen bei regelmäßiger Benutzung ersetzen.

Patrick Kubans ganz private Seite ;-)

Dieses Bild ist am 9. Mai ‘76 entstanden, es zeigt den großen Unbekannten (*) und mich vor dem Hangar der Flugsportgruppe Lindau in Wildberg. Der häßliche Flieger ist ein Amigo II, der andere ein Graupner Cirrus, der damalige Großsegler.

Mit diesem Amigo habe ich das Thermikfliegen gelernt, in der Regel entsprach ein Flug einer Akkuladung. OK: “zwei Flüge”, weil doch immer mal einer nix geworden ist.

Der damalige “Blaustrumpf” (Knopfzellenakku) zeigte sein Ende durch eine langsam sinkende Spannung an, wodurch die Servos abdrifteten. Das für das Höhenruder ging dann auf Tiefe, nicht unpraktisch als Akkuwächter. Durch seine Stufe in Höhe der Tragflächenhinterkante und seine geringe Masse war er prädestiniert zum Start aus der Hand in die Thermik - heute als “HLG” bekannt. Vielleicht begründet das meine heutige Neigung zu den amerikanischen Spreissl-Schwebern ;-)

* Inzwischen weiß ich, wer das war.

Im Leben eines Modellfliegers gibt es Höhen und Tiefen:

Das ist der Softi, ein lokaler Schmeißgeier eines Händlers in Kempten: Keulenrumpf aus GFK oder AFK, als Segler oder für Mabuchi 380 ff., Kohlerute, fertige Flächen gibt es auch dazu. Das ist mein langweiliger Geht-immer-Flieger, vielleicht schreib’ ich zu dem ja mal was.

Im Sommer ‘77 habe ich den Elektroflieger eines Kollegen übernommen, gebaut in Anlehnung an den damals aktuellen Mosquito von Graupner. Mabuchi 540, Getriebe 1:6, Hasenlöffel, 7 Zellen 1 Ah für ein Geld, zu dem man heute (unter Außerachtlassung der Inflation) einen Akku vom feinsten, gepusht, handselektiert, mit Goldfolie eingeschrumpft und vom Weltmeister gesegnet bekommt ;-) Der Flieger selbst ... naja, der Amigo war ein überaus robustes Gerät dagegen ...

Leider kein Bild davon, die hat alle die Post für mich entsorgt :-((

 

Meine Zeit in Berlin ist mehr von Segelbooten und Autos geprägt.

Heute fliege ich hauptsächlich elektrisch, die Antriebsleistungen sind unter Beachtung einiger Randbedingungen so gut, daß das heute keinesfalls mehr so ein “Gwerch” wie früher ist. Was bei mir nicht elektrisch ist, segelt. Ich habe zwar noch eine Handvoll Cöxe, einen Russendiesel und hatte bis Herbst ‘02 einen HP Viertakter (richtig, der mit der Königswelle und dem Drehschieber ;-) aber zum Einsatz werden die wohl nicht mehr kommen.

Dafür habe ich mir nach Jahren stringenter Weigerung inzwischen doch einen Hubi angelacht ;-)

Was hier (noch ?) fehlt?

  • Graupners Topsy (die werde ich vielleicht mal nachbauen, besser -empfinden, ekeltrisch natürlich, auch wenn’s manchem ein Frevel ist ;-), Lackierung dann wie das Katalogbild, das alte natürlich, leichter, mit HR-Steuerung, Antrieb durch einen Mini-LRK (44g, ca 80 W)
  • meine diversen Deltas und Derivate,
  • die Styro-ME 163 von Westerteicher (ACT),
  • der Nano-Floh von Schmierer,
  • die Nora, ein hübscher (und langweiliger ;-) Parkflyer aus Tschechien, bei PAF im Vertrieb, mit dem stelle ich Dauerflugrekorde auf,
  • von Schweißgut die Elster, auch mit Motor mit Fernwelle zum Heckpropeller,
  • ebenso der Adler von Schweißgut, ein 3m-Horten-Nuri,
  • noch ein Horten, diesmal klein (70cm) und schnell, Voll-GFK, aber ich weiß nicht, woher
  • das kleine Grunau Baby von Krick,
  • der Twist von Velkom, ein kleiner Voll-GFK-Brettchennuri, (zu) schwer,
  • Multiklexens Picojet, ich fand ihn nicht toll ...
  • von Eismann der Jet, kürzlich wiederauferstanden, sollte deshalb eigentlich “Phönix” heißen (kriegt noch ‘ne eigene Seite ;-)
  • Robbes Nova (belanglos, eigentlich fehlt die nicht ...),
  • der Arcus derselben Firma,
  • Hegis Frechdax (bei Hobbyhouse neu aufgelegt),
  • der unbenannte Motorflieger, den ich geerbt hatte, stabil, seidenbespannt, einigermaßen flott, relativ geringe V-Form trotz SR-Steuerung, mein langjähriger Verbrennerflieger,
  • der Box Fly, ein Sperrholz-Schulterdecker in der damals[tm] beliebten <soundso>-Stick-Art von Phil Kraft
  • Der Upstart, ein 1/2A-Rennerle mit Cox TD 0.8, der nicht mehr zum Fliegen kam,
  • der Roar 20, mein erster Verbrenner(frei)flieger mit 50cm SPW, Flügel in Schalenbauweise, das Servo (nicht bei mir, im Plan) in Gummimotorart.
  • Die Siren Edelschweiß von Robbe, gaanz viele Rippen, mein zweiter Elektrosegler, transparent-Zuhälter-Corvette-rot bespannt.
  • Ebenfalls von Robbe: der Phönix als Kunstflugsegler mit Eppler 374 “mod.” Das “modifizieren” scheint auch heute noch modern zu sein, wenn ich so in die Kataloge gucke. In dem Fall war die Unterseite weggelassen worden, und “Clark Y” hätte doch unangepaßt geklungen ;-)
  • der Sunriser ARF von Jamara, auf der Luftbildseite mal erwähnt, issnichsodoll ...
  • einige (meist tschechische) Gummimotor- und Sprudelflieger,
  • diverse Tapetenflieger: Schleppmaschine, ein Funflyer, eine SE5A, fliegende Scheibe.
  • noch eine fliegende Scheibe: eine Maus vom Dolch ;-)

Diverse Eigenbauten. Hm ... noch was bemerkenswertes? Ach ja: einen Cox-Fesselflieger habe ich leider nie gehabt, aber mit einem Fesselflieger ohne Cox wird’s vielleicht nochmal was ;-)

Die Links zu den einzelnen Modellen sind oben links, logisch ;-)

Und nicht vergessen:

 

Mit freundlicher Genehmigung von H. Kropka, Zeitschrift “Aufwind”

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