Tips

Was ich immer wieder von neuem erzähle ;-)

Servokabel schlank verlöten

Haubenverschlüsse

Servostecker markieren

Sekundenkleber korrekt behandelt

Akkus inline verlöten

Kohlefaserfahrwerk

Akkuhalter

Servokabel verlöten

ordentliche Menschen kaufen Adapter von Graupner&Co (und haben dann kein Geld mehr für ein neues Modell). Findige Menschen knipsen das nicht mehr gebrauchte oder auch zum Flächeneinbau zu verlängernde Kabel durch, verlöten die drei Kabel und schrumpfen die Lötstellen ein. Das ist häßlich, dick und wegen der drei einzelnen Drähte mechanisch gefährdet, braucht auch dickere Kabelschächte bzw. -durchführungen.

Deshalb schneidet man die einzelnen Litzen gestaffelt ab, so daß sich die Lötstellen durch den Versatz nicht mehr berühren können und schrumpft alles gemeinsam in nur einen Schlauch ein. Die Lötstellen müssen dabei auch nicht 5mm lang sein, es reicht einer, dann wird das auch nicht mal übertrieben lang.

Patrick Kubans ganz private Seite ;-)

Bilder sind meist anklickbar

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Kabinenhaubenverschlüsse

- mit Druckknopf

aus dem Nähkästchen. Durch die Durchbrüche fädelt man einen halben Kohleroving, durch ein Loch hin, das nächste zurück, bei den beiden anderen genauso. Beim Druckknopfweibchen fummelt man etwas Knete in die Rückseite, daß die Haltefeder geschützt ist, beim Männchen kann man das Männchen mit Knete ausstopfen. Dann stecke ich beide Teile mit einer Zwischenlage von zwei dünnen PE-Folien (“Frapan”, “Monitorfolie” ;-) zusammen, eine Folie kann leicht reißen, zwei dicke sind zu dick und reißen sicher. Nun die Rovings mit Harz tränken, Rumpf und Haube mit dem Druckknopfzusammenbau zusammenfügen, Gummi drum und aushärten lassen. Das geht beim zweiten Mal schneller, als diesen Text das erste Mal zu lesen.

- mit Magnet

aus der Festplatte. Normale Magneten verlieren im Laufe der Jahre ihre Kraft, beim Anstechen zieht sich dann die Haube auf, das macht günstigenfalls eine prima Bremsklappe, ungünstigenfalls eine sinnlose Suchaktion im Gras mit anschließender Unbeliebtheit beim Landwirt. Nach Murphy kommt der erste Fall nicht vor ... Früher hatte ich aus technischer Schönheit ;-) ein zentrales Loch in die Magneten geschliffen und eine Kugellagerkugel zur Arretierung eingeklebt, heute spar’ ich mir diese Arbeit, wenn die Haube nicht durch ihre Form auf dem Rumpf zentriert, wähle ich obige Ausführung.

- mit Draht

Man klebt in die (nicht durchsichtige) Haube ein Stück Bowdenzugröhrchen ein und fädelt ein oder zwei Federdrähte durch, die dann vorn und hinten überstehen und in den Rumpf eingefädelt werden. Einfach, leicht, zuverlässig.

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Servostecker markieren

Graupner/Futabastecker sind weit verbreitet, aber meiner Ansicht nach auch die schlechtesten, sie sind im RL nicht verpolsicher und die Stifte am Empfänger reichlich verbiegegefährdet. MPX gefällt mir da wesentlich besser, aber auch VHS hat sich gegenüber V2000 und Beta durchgesetzt ;-/

Aber mit den Beilagen zur Videocassette kann man die Stecker im Gewurschtel wenigstens markieren. Ebenso habe ich die Seite der Impulsleitung mit einem Lackstift markiert, das hilft etwas gegen das verpolte Einstecken.

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Sekundenkleber

gehört in den Kühlschrank, dann hält er auch länger als ein halbes Jahr in der warmen Werkstatt unter dem Dach. Daß die Tüllen und Deckel nicht zukleben, verhindert man durch sofortiges Wegschmeißen des mitgelieferten Deckels und dessen Ersatz durch einen Knödel Bienenwachs. Andere empfehlen eine Spritzenkanüle, die man bei Verstopfung mit dem Feuerzeug freibrennt. Ich fand’s für mich nicht soo doll, denn bei mir fing jeder Klebegang von einem Freibrennen an. Wenn in der Tülle gar nicht erst der Kleber zum Stehen kommt, verstopft er sie auch nicht, deshalb habe ich mir ein Brettchen mit Sacklöckern gebohrt, in dem die üblichen Flaschen senkrecht stehen bleiben.

Das in der Mitte sind übrigens hohlgeblasene Glaskügelchen aus dem Künstlerbedarf, kostet einen Bruchteil der im Modellbaubereich in homöopathischen Dosen verkauften Gebinde.

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Akkus inline verlöten

ist gar nicht so wild und teuer auch nicht. Ich habe mir eine alte, verbrauchte Lötspitze umgearbeitet, einen Stift aus 10mm Kupfer ganz kurz hart angelötet, aber man kann sowas auch einfach fertig kaufen, z.B. bei Klaus “Batt-Mann” Budion.

Dazu gehört eine Schiene um die Zellen zu positionieren, ich habe dafür ein gleichschenkliges Winkelprofil genommen und in die Nut einer Fußdodendiele gespaxt, das dauerte mit Absägen ganze zwei Minuten. Nach der ersten Probelötung habe ich noch eine Klemme zum Fixieren einer der beiden zu verlötetenden Zellen dazu getan. Sehr hilfreich sind auch Bohrungen, in denen man die Zellen aufrecht halten kann, um die Pole vorzuverzinnen.

Links diese Vorrichtung (großes Bild angucken), rechts ein Bild aus dem Arbeitsablauf.

Der Lötvorgang selbst sollte flott gehen, üblicherweise werden fünf Sekunden als Grenze genannt. Dazu bräuchte man eine dicke Löthacke, unter 100W sei es kaum möglich. Ich habe das an meiner Ersa-Lötstation mit 60W und brauche damit zum Verzinnen eines Endes höchstens zweieinhalb Sekunden. Die dicke Löt”spitze” hält viel Wärme vor, mit einer normalen würde ich auch lange drauf herumbraten müssen.

Für das Ende des Akkupacks braucht man Lötverbinder, die kann man kaufen, was dauert und (oft erstaunlich viel) Geld kostet. Ich habe dazu ein Stück Erdungsleitung vom Hausbau übrig behalten, hat 3.5mm Durchmesser, also knappe 10mm² Querschnitt. Das haue ich mir auf dem Amboß platt, dann kommt es auf etwa 7x1.1, imer noch weit besser, als die zarten Blechstreifelchen von Sanyo&Co, Kosten dafür knapp über Null. Nun kommt das Problem, daß beim Anlöten an den Pluspol der Verbinder leicht auf dem Zellenrand aufliegt. Dafür hatte ich früher eine Lage Leinenklebeband aufgelegt, weil das nicht schmilzt. Einfacher geht es mit einer Abkröpfzange für Ruderhornanschlüsse.

Rechts die Ausführung bei ungeraden Zellenzahlen.

[später]

Da bei der Löterei immer sehr viel Zinn floß, das dann in Kügelchen unnötiges Gewicht brachte und auch die Gefahr von Kurzschlüssen barg (ich hatte es nie zwischen den verlöteten Zellen, aber zwischen zwei benachbarten Stangen), wollte ich es mal senkrecht probieren. Ich habe mir ein VA-Blech gefaltet, in einen Holzsockel eingelassen und zwei Festplattenmagnete hinten draufgeklebt, die die Akkus halten sollen. Das funktioniert sehr schön: der untere gibt die Position vor, der obere rastet beim Herunterschieben durch die magnetische Influenz auf dem unteren quasi ein. Wenn die Zellen “kopfüber” verlötet werden, können keine Lotperlen zwischen Pluspol und Mantel gelangen und es läuft eh kein Lot herum, man kommt also mit recht wenig davon aus.

Apropos, wenn die Stangen mal wieder auseinander sollen, kein Problem: Ab in die Tiefkühle, durchfrieren lassen, dann verliert das Blei-Zinn-Lot seine Weichheit (Duktilität). Den gefrorenen Akku kann man dann mit einem beherzten “Knack” über einer Tischkante problemlos wieder trennen.

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Fahrwerk aus Kohlefaser laminiert

Kann man kaufen, ist wohl nicht ganz billig. Ich bau’s natürlich wieder selbst, was angesichts dessen, daß mein Wunsch nach sowas natürlich am Samstag mittag auftaucht. Konkret war es bei dem Depronflieger (siehe Projekte), als der Rohbaurumpf mitsamt der Leitwerke gerade mal etwas über hundert Gramm wog, der Aluzuschnitt für das Fahrwerk auch nochmal 97g. Dieses Mißverhältnis stört doch mächtig ...

So nahm ich das Alu als Formvorlage für ein Fahrwerk aus Kohlefaser, eher leicht und schnell gebaut, als hübsch und dauerhaft. Vorweggenommen: es wiegt 35g (ohne Räder) und ist ganz erheblich steifer, ich bin wieder glücklich ;-)

Zuerst noch habe ich für die Radaufnahmen ein Stückchen Alublech als Einleger gemacht, mit großen Löchern für Rovings, denn EP-Laminierharz und Alu (VA, Schwarzblech, ...) klebt nicht wirklich gut. Das Vorlagenblech mit 2x Wachs und 1x PVA isoliert, eine Lage 200g-HT-Kohle in Köperbindung drauf, dann eine Lage Coremat, in der Mitte noch einen Streifen Coremat, dann eine Lage UD 160g und abschließend wieder eine 200g-Kohle. Lochfolie, Absauggewebe und ab in den Sack.

Coremat ist ein Stützmaterial für Sandwichlaminate, sehr leicht, nicht allzuviel Harzaufnahme, erheblich stabiler als eine Balsa- oder Roofmatezwischenlage, außerdem leicht zu biegen, nur spärische Wölbungen gehen nicht gut. Nomexwaben sind noch leichter und laufen auch prima um Kugeln herum, verursachen aber erheblichen Mehraufwand. Leider ist das Material nicht so billig, wie es wirkt ;-)

Hier der Versuch, die Struktur zu zeigen:

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Akkuhalter

Wohl weniger für die Allgemeinheit zum Nachbau geeignet, aber von meiner Orthopädei habe ich noch etliches an Glasfaserstrickschlauch übrig, das ich wegen vielzuviel Harz in den Maschen und zuwenig Stabilität meinen dortigen Kindern nicht mehr zumuten mag. Wenn man aber das Harz-Faser-Verhältnis zu 50% zwingt (gilt als handwerklich erreichbare Obergrenze des Machbaren, mit Biaxialgelege und viel Druck bin ich aber schon auf rund 60% gekommen), könnte vielleicht doch was draus werden. Also habe ich mein Gestrick abgewogen, geringfügig mehr Harz angemacht und das in einer Tüte “laminiert”, den Schlauch mit dem Harz durchgewalkt. Diesen nassen Schlauch habe ich über den eingepackten Akku (ich wollt’s nicht gleich am lebenden Objekt probieren ;-) gezogen.

Das Ergebnis:

Da es immer noch zugelaufene Maschen gibt, kann der Harzanteil also noch weiter reduziert werden. So habe ich jetzt eine schöne Lösung, was ich mit dem Glas mache, was erstens nicht ganz billig ist und zweitens meinem guten Gewissen entgegenstand. ;-)

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