Projekte

Verstellprop

elektrische Schleppmaschine

Festplattenmotor

Verstellpropeller

31.12.02

In Helmut Meyers “Elektroflug” (Sonderheft #XX im VTH-Verlag) ist auf Seite XX (*) die Idee eines sich selbständig dem Flugzustand anpassenden Einblattprops gezeigt. Mir gefällt diese Idee außerordentlich, nicht nur der zumindest theoretischen Vorteile, sondern auch der kinetischen Spilastik wegen ;-) Als ich mal wieder eine “fünfte Landung” mit dem Camprop am Wonder hinter mir hatte, nahm ich den gleich als Studienobjekt.

Prinzip: Durch die zur Propellerquerachse (in Richtung der Blätter) schräggestellte Schwenkachse verschränkt sich der Prop beim Vor- und Zurückschwenken, so daß die Steigung sich dabei ebenfalls ändert. Das Maß dessen kann man durch die Schrägstellung der Achse variieren.

Patrick Kubans ganz private Seite ;-)

Wer schon mal gesehen hat, wie die kleinen E-Pylonies anfänglich herumkrauchen wie ein Raddampfer, dann auf einmal bei für normale Leute durchaus schon flotter Fliegerei so richtig in die Luft beißen und mit einem Ruck weg sind, wird die Idee vielleicht auch gut finden. Denn bei dem “Radgedampfere” quirlt der Prop mit seiner hohen Steigung nur mit abgerissener Strömung durch die Luft und schafft noch gar nicht richtig.

Weiter ist’s noch nicht gekommen, aber ich höre mir gern bereits gemachte Erfahrungen an. ;-)

(*) Ich war mir sicher, daß das aaO sei, aber da steht nix. Egal, jedenfalls ist die Idee nicht von mir.
[später, 2.5.2003]
Das war im FMT-Sonderheft 4 “Elektroflug” von 1990/91.

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Bilder sind meist anklickbar

Schleppmaschine mit Elektroantrieb

31.12.02

Ja, das hat eigentlich auch schon den Status eines Projekts. Es fing vor etlichen Jahren (‘96 ?) mit dem Kauf eines Marx GT300 mit Getriebe auf einer Messe an, dazu brauchte ich natürlich auch einen Flieger. Das Getriebe war ein Planetengetriebe mit mehreren, durchaus auch hohen Übersetzungen, das drängte sich für einen großen Propeller geradezu auf, der die Luft waschkorbweise wegschiebt, damit müßte sich doch ein kleinerer Segler bis etwa ein Kilo Masse (siehe “Riser”) und auch HLGs gut hochzerren lassen. Ich fand im Angebot der Hersteller nichts, was sich dafür aufdrängte (suchte allerdings auch nicht wirklich ;-), also baute ich selbst was. Mir hatten schon immer die diversen “Bees” angetan, die sahen so nett knuffig aus und hatten freundliche Flächentiefen, gut für’s kräftige Steigen. Die frühen, amerikanischen RC-Flieger der Dreißiger wären bestimmt auch nicht schlecht. Ich habe mir dann aus Pappelsperrholz einen schönen, runden Rumpf in Anlehnung an die eben beschriebenen gebaut. Damit er nicht so schwer sei, habe ich den Rumpf kräftig mit Lochsäge und Forstnerbohrer bearbeitet.

der erste Motor

das erste Modell

Die Jahre vergingen, die Technik schritt fort. Der Marx wog rund 480g und war für kurzzeitige Maximalleistung von 300W, besser um 200W herum elektrisch spezifiziert, daher ja auch sein Name und lieferte dabei Wirkungsgrade bis gut 70%. Die ersten bürstenlosen Konraths und Plettis tauchten auf, kosteten aber ein Sündgeld. Noch mehr Jahre vergingen, LRKs kamen, dann auch nachgebaute Plettis aus Tschechien unter den Namen Jeti und Model Motors (ehem. Velkom) Mein kleiner Velkom-Bürsti gefiel mir schon sehr gut, mit dem LMH kam auch ein BL von denen ins Haus, von dem ich dort überaus angetan war (siehe LMH). Als ich den so in der Hand hielt, dazu den Test von W-Geck im Elektromodell 3/01, der von ”sinnvoll nicht unter 200W, gut bis 400W, maximal 500W” sprach, das ganze bei 160g, wobei allerdings noch ein Getriebe fehlt (+ 60..80g), da gefiel mit der Marx überhaupt nicht mehr und ich verkaufte ihn wieder ungelaufen.

Davon allerdings wurde der Flieger immer noch nicht fertig. Es kamen mal lamellierte Randbögen für Flügel und HLW dazu, außerdem noch ein Paar Gummiringe für Oldtimerräder, aber ohne Nabe. Für die baute ich Naben aus einem Styrodurkern, beidseits mit 2x 200g-Kohle beplankt, sehr leicht. Denn Steigleistung kommt ja schließlich von viel Wellenleistung gekoppelt mit wenig Eigengewicht.

Randbögen und Räder

Im Frühling ‘02 kaufte ich in Sinsheim den kleinen Fallschirmspringer von Conzelmann. Nun mußte aber endlich eine Schleppmaschine her. Angeregt durch eine andere Modellbauseite, die ich auf meiner Pirsch nach luftbildernden Kollegen gefunden hatte, beschloß ich, den Käseflieger vorerst ruhen zu lassen, die Steigleistung durch noch geringeres Gewicht noch weiter zu steigern und einen Flieger zu tapezieren (= aus Depron/Selitron zu bauen), egal ob’s nun häßlich oder unästhetisch sei. Dem ist inzwischen - Baubeginn im Sommer - der Rumpf mit Leitwerken einigermaßen fertig, die Tragfläche ebenfalls, letzte Tage habe ich ein Kohlefaserfahrwerk (siehe Tips) geharzt, der AXI 2820/10 liegt schon lange bereit, acht Zellen 3000er-GP-NiMHs sollen in einen perfekt belüfteten Halter hinein, eigentlich fehlt wirklich nicht mehr viel, er könnte also noch vor Mai fertig werden ;-)

tbc ...

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Ein Festplattenmotor

19.2.03

Weil bei den ganz leichten Fliegern (Indoor) das Motorgewicht durchaus eine nennenswerte Rolle spielt und auch dabei das Getriebekreischen lästig ist, man hat’s ja immer in der Nähe, fand ich die immer kleiner werdenden LRKs und Abkömmlinge sehr interessant, ganz besonders, als mir auf der Klaustrophobiaseite die Umbauten von CD-ROM-Motoren vorgestellt und diskutiert wurden. Das war’s doch, was ich wollte.
Ich habe etliche CDRömer und auch Festplatten zerlegt, das waren aber alles recht große Klopper. Das liegt wohl auch daran, daß ich nur die vom Wertstoffhof nahm und zu geizig war, meine 40GB-IBM zu zerschrauben ;-)  Das kleine Ding, an dem ich schließlich hängengeblieben bin, stammt wohl aus einer 2.5”-HD.

Auf den obigen Bildern hat er schon das meiste seines originalen Materials auf der Drehbank verloren, dafür eine Propelleraufnahme gewonnen. Wer keine solche erkennt, darf sich die Bilder unten angucken, der dazugehörige Prop ist nämlich auch nach Klaustrophobia-Art hergestellt. Die sich vom formgebenden Kaufpropeller ergebende Nabe hatte ich vorher immer schön dort weggespachtelt oder am Prop weggeschliffen, nun dachte ich, daß das ja die ideale Propsaver-Nabe, und ich bei meinen vorigen Konstrukten nur vernagelt gewesen sei ;-)  Die Gewichte können sich wohl auch sehen lassen.

Dieser Motor ist zunächst für die Cessna Bird Dog vorgesehen, die ich vor sicher anderthalb Jahren schon mal aus Tapete zurechtgeschnitten habe, weiter ist sie aber immer noch nicht. (Drum steht das hier ja alles unter der Überschrift “Projekte” ;-) Sie soll eine Reminiszenz an meinen ersten Flieger überhaupt darstellen, siehe auch ganz oben auf der Modellbau-Eingangsseite.

Allerdings hat er Motor noch einen Schönheitsfehler: er läuft nicht bzw. kaum. Mit meinem LMT-Steller gar nicht, mit meinem alten MGM 40A aus dem LMH nur mit händischem Anwerfen und bleibt auch wieder stehen, mit meinem MGM 8A mit aktueller Firmware 2.33 läuft er beim wiederholten und vorsichtigen Gasgeben irgendwann doch mal an, geht unter großer Last wieder aus, ohne Prop dreht er gut. Fliegbar ist das jedenfalls noch nicht.

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