LMH

10.3.02

Angefangen hatte ich beim LMH mit einem Carmotor an sieben Zellen, den Versuch mit sechsen brach ich nach zwanzig Sekunden ab. Ohne Haube, dafür mit zwei gekreuzten 2mm-Kohlestengelchen mit Tischtennisbällen. Auf den federnden Kohlestäben hüpfte er bei Bodenkontakt immer gar lustig auf und ab. Weil es Winter war, übte ich auf meinem Dachboden, ca 9x9m, in der Mitte vier Meter hoch. Anfänglich hatte ich einigen Frust mit dem Steller, später auch mit dem Motor, der rauchte sich nämlich auf. Ich wurde genötigt, einen Brushless zu kaufen, da der aber gerade nicht lieferbar, ich aber gierig war, kam da vorübergehend ein Velkom 2020/27 rein, ein Neodym-”480”er. Mit acht Zellen KR1400 flog er dann auch zwar recht verhalten, aber brauchte auch nur 11A. Aber der Motor fehlte jetzt halt im Wonder ... Schließlich kam ich doch zu meinem BL, einem Mega 22/20/3. Der dreht nicht soo hoch, ich hatte ja vor, den vielleicht auch mal in einem Flächenflieger am Propeller zu nutzen, und ein Nicht-Getriebe wiegt auch nichts, heult nicht und kostet auch nicht. Das war ein Fehler, denn inzwischen bin ich beim 20er Ritzel angekommen, der Motor ist an sieben Zellen RC2000 bzw. GP 3000 NiMH nicht gerade der Ausbund an Kraft, die Laufzeit hingegen ist reichlich, Motor und Akku nach dem Flug gerade mal handwarm. Da muß noch mehr Feuer bei! ;-)

Damit bin ich mal auf die Wiese hinter Rapunzel, richtig frei Fliegen, nicht nur das Rumgeschwebe auf dem Hof, rum um die Büsche und Landen auf dem Gartentisch und der Motorhaube des R4. Hei, das ging prima, Linkskreise, Rechtskreise, Achten, und immer noch einen, feinfein ... Plötzlich sprang die Lagerhalle von Rapunzel heimtückisch hinter meinem Rücken hervor und stellte sich der Flugbahn in den Weg. Naja, ein wenig mehr rechts, ziehen und Gaaas ... nix war’s. Ich hatte die Fluglage falsch gesehen, die scheinbare Rechtsneigung war wohl eine Linksneigung und - knall - schepperte der LMH mit flotter Fahrt gegen die Wand. Schaden: das Chassis zerlegte sich - sekundenkleberseidank - in seine Baukastenbestandteile, ein Rotorblatt war zerspellert, der Akku verbeult, eine Zelle kurzgeschlossen und die Haubennase gestaucht. Das Chassis war schnell gerichtet und hat gleich ein paar Kohlefäden bekommen, Rotorblatt bestellt. Die Haube habe ich ausgegipst, die Form tiefziehtechnisch vereinfacht und eine neue aus 1mm PP gezogen. Die macht den kleinen Kindern aufgrund ihres Kindchenschemas und der Farbgebung große Freude ;-)

Ach ja, man sieht auch den Schlagschutz aus Sohlenmaterial am Heckrohr.

Patrick Kubans ganz private Seite ;-)

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22.6.02

Inzwischen klappt das Fliegen schon e bissi, es schlottern nicht mehr die Knie nach einem vollzogenen Achter auf der Wiese. Apropos “Achter”, auch die Akkus erhielten eine achte Zelle hinzu. Allerdings gewann ich mit der Zeit den Eindruck, daß ich die zusätzliche Leistung dafür brauchte, um den schwereren Akku zu tragen, ich konnte auch kaum mit zwei 4-Grad-Blattgriffen fliegen, es reichte die Drehzahl nicht. Der o.e. Mega 22/20/3 drehte doch nicht wirklich hoch genug und war auch sonst etwas überqualifiziert, der paßt besser in einen Eco oder Heaven. An sich hätte ich gern einen der kleinen Mega-BLs in 400er-Größe gehabt, aber die waren lange nicht lieferbar, drum nahm ich einen Mega 22/10/4. Der hat den gleichen Durchmesser wie der vorherige, aber ist eine Daumenbreit kürzer und vor allem 60g leichter, auch ist seine spezifische Drehzahl deutlich höher. Ich wollte nämlich den Akku wieder verkleinern, ob ich nicht letztlich soviel Gewicht sparen kann, daß der Hubi genauso lange fliegt, aber vielleicht agiler durch die geringere Rotorkreisbelastung ist. Außerdem fliegt der LMH mit zwei 4-Grad Blattgriffen und der dazugehörigen höheren Drehzahl deutlich stabiler und bäumt sich aus dem Vorwärtsflug nicht so sehr auf.

Also bestellte ich eine Handvoll CP1700-Zellen, die auch umgehend kamen und lötete mir einen 7er- und testweise doch noch einen 8er-Pack zusammen (siehe “Akkus löten” auf meiner Tip-Seite). Allein durch die gegenüber dem 8er-Pack aus RC2000 gesparten 170g reichte der Siebenzeller schon beim großen Mega zu fast gleicher Flugzeit! Der kleine Mega kam erst später, brachte dann aber leider keine nennenswerte Flugzeitverlängerung, ich vermute, daß dessen Mindergewicht im höheren Luftwiderstand des Rotors verpufft. Nun wog der LMH 1099g gegenüber gut 1300g zuvor. Zum Vergleich: die Verbrenner-LMHs haben wohl so um 900g.

Die gezogene “Teddybären”-Haube zeigte inzwischen auch Auflösungserscheinungen, das dünne Material zieht sich sehr ungleichmäßig aus und war dann teilweise einkaufstütendünn. Außerdem war durch ihre “Rundheit” die Fluglage teilweise schlecht erkennbar, also nahm ich meinen Gips wieder und modellierte eine kantige Haube, dadurch und durch die blanke Kohlefaser diesmal mehr Steven Seagal oder Michael Dudikoff entsprechend ;-) Der erste Versuch mit 93g/qm-Kohle klappte nicht (was nicht an der Qualität der CF lag), der zweite mit 200g/qm-CF hingegen ergab ein ansprechendes Teil.

Mit der Fensterandeutung aus Aluspray wiegt sie jetzt 38.5g, das sind 8g weniger als die Originalhaube. Da inzwischen das ganze Gestell recht weich, geflickt und bananenförmig ist, habe ich schon mal eine Kohlefaserplatte geharzt, die das Sperrholzchassis ersetzen soll. Dazu noch ein neues Heckrohr und vielleicht andere Rotorblätter (gibt es eigentlich welche, die ein nicht so stark tragendes Profil haben?) und der LMH ist dann wieder besser als neu ;-)

 

5.9.02

Hier sind Bilder vom Kohlefaserchassis, ich habe es einfach dem originalen nachempfunden, die Ausschnitte für die Räder der Rotorwelle kleiner und runder gehalten und noch einige Kleinigkeiten. Es ist leider etwas schwerer als das originale Sperrholzgestell, aber deutlich (!) stabiler. Die Kohleplatte besteht aus sieben Lagen 200g/qm-Köpergewebe T800, das sind etwa 2mm Stärke. Mit je zwei Lagen dieser Kohle und einer Zwischenlage Coremat von R&G wäre es vermutlich gleichschwer wie das von Lite Machines, aber noch stabiler als meines.

Das Heckrohr ist jetzt ein Tuningteil (weil grün eloxiert ;-) und außerdem gerade, immer ohne Einschlag (2.10.02)

19.2.03

Den LMH 110 habe ich vor rund einem Monat ver- und mir dafür eine Hornet von MS-Composit mit Pitchkof gekauft. Seite folgt noch.

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